Pechsalbe - das Allerheilmittel aus Wald und Wiese

WERTVOLLE BAUMHARZE

 

Wer das wertvolle Pech in den Wäldern findet kann von Glück sprechen. Das wundheilende Harz der Nadelhölzer wird auch als Pech bezeichnet. Das Harz produziert der Baum zu seinem Schutz. wenn er verletzt ist oder durch Krankheit, Schädlinge oder Pilze bedroht wird. So kann er sich selber schützen und die Wunden wieder schliessen.

Die Baumharze finden sich an Fichten, Lärchen, Kiefern oder Tannen. Alle eigenen sich für die Pechsalbe. 

Diese Nadelhölzer findest du besonders oft. Halte also beim nächsten Waldspaziergang die Augen offen und nimm eine kleine Tüte oder Dose mit, um etwas Harz zu sammeln. Du schadest dem Baum nicht, wenn du kleine Mengen sammelst, indem du es vorsichtig abpellst. Wichtig ist, nicht das gesamte Harz an der austretenden Stelle zu entfernen. Du darfst also nicht so weit ernten, bis das Holz sichtbar ist. Beachtest du dies, verträgt der Baum das Pechsammeln gut.

 

Wirkung:

Füher wussten die Menschen noch über die Heilwirkung der Pechsalbe Bescheid und es gab sie in allen Haushalten. Denn sie wirkt desinfizierend, wundheilend, antibakteriell, schleimlösend, wärmend und schmerzlindernd bei rheumatischen Beschwerden und Muskelverspannungen.

In der Volksheilkunde galt sie als 'Zugsalbe' und bewährte sich beim Herausziehen von Splittern aus einer Wunde oder bei Furunkeln. 

Durch die wärmende und schleimlösende Eigenschaften wird sie auch bei Erkältungen eingesetzt.

 

Inhaltsstoffe:

Allen Harzen sind diese Inhaltsstoffe gemein:

Ein hoher Anteil an Harzsäure, ätherische Öle, Bitterstoffe, Antioxidanzien und deshalb ein ähnliches Wirkspektrum.

 

Wo wird die Pechsalbe eingesetzt:

  1. Druchblutungsfördernd und wärmend: bei Hautverletzungen, Blutergüssen, Schwellungen, Prellungen, Quetschungen
  2. Wundheilend und hautregenerierend: bei Wunden, Brandverletzung, Schnitten, Abschürfungen, Geschwüren, Hautrissen
  3. Schmerzlindernd, krampflösend und entzündungshemmend: Hautverletzungen, Schwellungen, Prellungen, Quetschungen, Muskelschmerzen, Zerrungen, Gelenkserkrankungen, Rückenschmerzen, Nervenschmerzen
  4. Herausziehend (Zugwirkung): bei Eiterungen, Splittern, Dornen, tiefen Stichen, Schmerzen bei Rheuma und Arthritis
  5. Antibiotisch, desinfizierend, antiseptisch: bei Hautinfektionen und Entzündungen wie Ekzeme, Herpes, Furunkel und Psoriasis
  6. Befreiend und antibakteriell für die Atemwege: bei Erkältungen, Asthma, Schnupfen, Husten Bronchitis, Sinusitits, Schluckbeschwerden

 

ZUTATEN FÜR DIE PECHSALBE

 

Für die Pechsalbe benötigst du

  • 100ml Bio - Olivenöl oder Ringelblumenöl
  • 40g Baumharz
  • 20g Bienenwachs 
  • Alkohol zum Desinfizieren der Utensilien 

 

Das Harz wird mit dem Mörser zerkleinert und mit Zugabe des Öls in einem desinfizierten Glas im Wasserbad oder auf dem Salbenstövchen geschmolzen. Die Verschmutzungen abfiltern oder absieben, das Bienenwachs dazu geben und unter rühren langsam schmelzen lassen. Nach dem Abfüllen in ein Gefäß das Ganze erkalten lassen. Erst dann darf der Topf mit der Salbe mit einem Deckel verschlossen werden. So ist sie etwa 3 Jahre haltbar. Das Öl kann je nach Lagerung oder Verschmutzung beim Herausnehmen ranzig werden und dann riecht die ganze Salbe ranzig. Dies merkt man aber. Einfach vor Gebrauch eine kurze Geruchsprobe machen. 

 

PECHSALBE FÜR TIERE

Tierfreunde wissen, auch bei unseren Haustieren kann es schnell mal zu einer Verletzung kommen. Das Pferd verletzt sich im Spiel mit einem andern Pferd. Der Hund kämpft mit einem andere Hund oder die Katze kommt mit einer Schramme zurück, da sie sich mit einem anderen Kater duelliert hat.

Meine Tiere bekommen dann keine chemischen Salben, deren Inhaltsstoffe möglicherweise bedenklich sind. Denn Tiere beginnen meist die Salbe abzulecken. Mit einer Pechsalbe kann nichts passieren. Alle Inhaltsstoffe sind natürlich.

Für Freigänger Katzen oder Hunde, die im Winter unter spröden oder rissigen Pfoten leiden, da das Streusalz ihnen zu schaffen macht, ist die Salbe ebenfalls nutzbar.


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